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Internationale Donausymposien und FID-Kongresse der letzten Jahre

31. Donausymposium - Nachlese
31. Donausymposium - Nachlese
Prof. Dr. Peter. Diem

31. Donausymposium - Abstracts
31. Donausymposium - Abstracts

31. Donausymposium - Programm
31. Donausymposium - Präfinales Programm
Prof. Dr. Peter. Diem

31. Donausymposium - Einladung
31. Donausymposium - Einladung
Prof. Dr. Peter. Diem

31. Donausymposium
Kongressankündigung Bern 2016
30. Donausymposium/E&D - Abstracts
FID/CEDA Congress 2015 and E&D Annual Meeting - Abstracts

30. Donausymposium - Bericht
Bericht zum 30. Donausymposium / 10. FID-Kongress
20. Jahrestagung der Nordrhein-Westfälischen Gesellschaft für Endokrinologie und Diabetologie
Düsseldorf, Deutschland

30. Donausymposium/E&D NRW
Einladung zum 30. Donausymposium / 10. FID-Kongress
20. Jahrestagung der Nordrhein-Westfälischen Gesellschaft für Endokrinologie und Diabetologie
Düsseldorf, Deutschland

29. Donausymposium - Anmerkungen
Kurze Anmerkungen zum 29. Donausymposium / 9. FID-Kongress
Juni 2014, Jurmala, Lettland

Einladung zum 9. Kongress 2014
Einladung zum 29. Kongress der Föderation Internationaler Donausymposia (FID)/
9. Zentraleuropäischen Diabeteskongress in Jurmala/Rigastrand – Lettland

Vorläufiges Programm 8. Kongress 2013
8th Congress of the Federation of the Interna­tional Danube Symposia
on Diabetes Mellitus in Belgrade, Serbia
Preliminary Program

Einladung zum 8. Kongress 2013
Einladung zum 8. Kongress der Föderation der Internationalem Donau-Symposien
und der Zentraleuropäischen Diabetes-Gesellschaft
Prof. Dr. Michael Roden

Ankündigung zum 8. FID Kogress 2013
8th Congress of the Federation of the Interna­tional Danube Symposia
on Diabetes Mellitus in Belgrade, Serbia
Priv.-Doz. Dr. Nanette Schloot

Kongressbericht FID Budapest 2012
Kongressbericht der FID in Budapest, 28.-30. Juni 2012
Prof. Dr. Peter Kempler
Prov.-Doz. Dr. Nanette Schloot
Prof. Dr. Michael Roden

FID-Symposium/FID-Kongress 2012
FID-Symposium auf der DDG-Tagung 2012 / 7. Kongress der Zentraleuropäischen Diabetesgesellschaft
Prof. Dr. Michael Roden
Prov.-Doz. Dr. Nanette Schloot
Prof. Dr. Peter Kempler

27. Donausymposium - Nachlese
Report on the 27th Congress of the Federation of the International Danube Symposia
Kongressbericht der FID in Zürich
Kongressbericht der FID in Zürich, 30. Juni bis 2.Juli 2011
Prof. Dr. Roger Lehmann
Prov.-Doz. Dr. Nanette Schloot
Prof. Dr. Michael Roden

26. Donausymposium
Kongressankündigung Zürich 2011
25. Donausymposium - Nachlese
Assoc. Prof. Dr. Ioan Andrei Veresiu: Nachlese zum FID-Kongress 2010
25. Donausymposium - Vorschau
Dr. med. Alin Stirban: Vorschau zum FID-Kongress 2010
24. Donausymposium - Nachlese
Univ. Doz. Dr. Raimund Weitgasser: Nachleses zum FID-Kongress 2009
23. Donausymposium
Plovdiv, Bulgarien: 19.-21. Juni 2008
22. Donausymposium
Insel Kos, Griechenland, 07.-09. Juni 2007
21. Donausymposium
(gemeinsam und im direkten Anschluß an den 3. Baltischen Endokrinologenkongreß)
Riga, Lettland, 21.-23. Juni 2006 (zum Mittsommernachtsfest)
20. Donausymposium
Wiesbaden, Deutschland, 27.-28. Oktober 2005, Kurhaus
19. Donausymposium
Wroclaw/Breslau, 17.-20. November 2004, Hotel Dorint, Breslau





 

Weitgasser

Univ. Doz. Dr. Raimund Weitgasser
Generalsekretär der FID

Nachlese zum 4. Kongress der Zentraleuropäischen Diabetesgesellschaft / 24. Internationales Donausymposium über Diabetes mellitus

Vom 2.-4.Juli 2009 fand in Salzburg, Österreich, der Jahreskongress der Gesellschaft statt. Wir konnten dazu mehr als 280 Teilnehmer aus 26 Staaten begrüßen. Die Internationalität der Veranstaltung ist damit erstmals weit über die Grenzen Zentraleuropas hinausgewachsen. Die Kommunikation war durch einen gemeinsamen „Track“ ohne Parallelveranstaltungen gekennzeichnet, und das Programm konnte durchgehend auf hohem Niveau gehalten werden.

Im vorgeschalteten Ernährungssymposium kam ein aktueller Überblick zur Diskussion „Low carb vs. Low fat“ zum Schluss, dass „Low calories“ die zielführende Ernährungsvariante darstellt. Unterschiede in der Diabetesentwicklung zwischen Mann und Frau wurden insbesondere für die viszerale Adipositas einerseits und für den Gestationsdiabetes andererseits herausgearbeitet und als wichtige Prädiktoren für den Typ 2 Diabetes angesprochen. Der Prävention des Typ 1 Diabetes kann wohl am ehesten durch möglichst frühe Intervention begegnet werden. Die TEDDY-Studie, welche dazu alle denkbaren Umwelteinflüsse einbezieht, könnte einen Weg vorzeigen. Therapieansätze nach Typ 1 Manifestation, z.B. mit GAD oder Rituximab bringen wohl nur einen Erhalt einer „C-Peptid-Reserve“ ohne längerfristige Insulinfreiheit. In ähnlicher Richtung entwickelt sich auch der ursprünglich kurative Ansatz der Inselzelltransplantation. Der langfristig kaum erreichbaren Insulinfreiheit folgt als aktuelles Therapieziel eine Milderung des Krankheitsverlaufs mit möglichst geringer Hypoglykämieneigung. Ist die Erkrankung manifest, so bringen technische Hilfsmittel wie Insulinpumpe und Glukosesensor nach guter Schulung Verbesserungen der Diabeteseinstellung sowie der Lebensqualität mit sich. Der Entwicklung nicht-invasiver Glukosemesssysteme ist nach wie vor noch kein Durchbruch gelungen.

Ein gemeinsames Symposium mit der Fachkommission Diabetes in Bayern widmete dem Thema Diabetes und Schwangerschaft breiteren Raum. Unter anderem wurden die neuen Diagnose-Grenzwerte nach der HAPO-Studie zur Feststellung eines Gestationsdiabetes mit nü 92, 1h 180, 2h 153mg/dl (Plasma-Glukose) vorgestellt. Im weiteren wurde den diabetischen Komplikationen und zusätzlichen kardiovaskulären Risikofaktoren „State-of-the-art“-Vorträge gewidmet. Neue antihyperglykämische Medikamente zum Einsatz bei Typ 2 Diabetes wurden diskutiert und dabei den langwirksamen GLP-1 Analoga und den SGLT-2 Inhibitoren ein Stellenwert zum baldigen klinischen Einsatz bescheinigt. Der Vorteil langwirksamer GLP-1 Analoga scheint neben der 1x wöchentlichen oder sogar nur 1x monatlichen Applikation in der besseren Verträglichkeit zu liegen. SGLT-2 Inhibitoren, welche durch Hemmung der Glukoserückresorption in der Niere eine Blutzuckersenkung erreichen, könnten als wirksame Additiva zu einer antidiabetischen Monotherapie eingesetzt werden. Eine Übersicht über die großen Diabetesstudien ACCORD, ADVANCE, VADT und dazu neue Subanalysen, eine praxisnahe Gegenüberstellung von Insulin und GLP-1 Analoga, von Glitazonen und DPP-IV-Hemmern sowie von unterschiedlichen Insulintherapieformen ergänzte die wissenschaftlichen und praktisch-klinischen Vorträge und Diskussionen. Aus aktuellem Anlass wurde eine Besprechung der neuen Publikationen zu „Insulin und Krebsrisiko?“ angeschlossen.

Junge Wissenschafter konnten in 61 Poster-Präsentationen ihre Arbeiten vorstellen, vier davon wurden als beste Beiträge mit Poster-Preisen prämiert.

Auch das Rahmenprogramm mit einem Gesellschaftsabend im traditionellen Stieglkeller am Festungsberg in der Salzburger Altstadt trug zum Gelingen dieses wohl bisher größten Kongresses der FID-Zentraleuropäischen Diabetesgesellschaft bei. Nicht zu vergessen die Gastfreundschaft der Stadt Salzburg und ein durchaus freundlicher Wettergott!

Univ.Doz.Dr.Raimund Weitgasser
Generalsekretär und Kongresspräsident 2009 der Zentraleuropäischen Diabetesgesellschaft-FID

Düsseldorf, 07.08.2009